Die Gebäudehülle entscheidet

Shownotes

In dieser Episode von „Auf Stahl gebaut" sprechen Arne und Jens mit ihrem Gast Christoph Radermacher über die Welt der Gebäudehülle. Von asymmetrischen Profilen über irisierende Beschichtungen bis hin zu Hybridsystemen mit Vorsatzschalen aus Glas, Holz und Photovoltaik. Zudem besprechen sie, wie emissionsarmer XCARB-Stahl die CO2-Bilanz von Bauwerken verbessert. | Auf Stahl gebaut 003

Über folgende Themen sprechen Christoph, Arne und Jens:

  • (00:00) Intro und Begrüßung
  • (01:00) Gast: Christoph Radermacher (ArcelorMittal Building Solutions)
  • (01:49) Die Fassade als Visitenkarte
  • (02:11) Gestaltungsspielraum im Industrie- und Gewerbebau
  • (04:20) Hybridsysteme: Sandwichpaneele + Vorsatzschalen
  • (06:03) Asymmetrische Profile und irisierende Beschichtungen
  • (06:45) Neue und kreative Einsatzgebiete: öffentlicher Bau und Wohnungsbau
  • (08:44) Anregungen in der aktuellen Broschüre
  • (09:48) XCARB: Emissionsarmer Stahl in der Gebäudehülle
  • (11:18) EPDs und CO2-Einsparungen im Vergleich
  • (12:40) Wer profitiert von zirkulärem Stahl?
  • (13:37) Praxisbeispiel: Logistikpark Frechen (DGNB Platin)
  • (15:03) Dachbegrünung und Tragschalendächer
  • (17:20) Photovoltaik auf Stahldächern
  • (19:10) Helioroof: PV-integrierte Sandwichpaneele (in Zulassung)
  • (20:48) Zusammenfassung: Nachhaltigkeit beginnt bei der Materialwahl
  • (21:29) Drei Forderungen für die Zukunft: Austausch, Schubladendenken, Nachhaltigkeit
  • (24:05) Verabschiedung und Vorschau: Spundwände

Der Podcast Auf Stahl gebaut ist eine Produktion der ArcelorMittal Germany Holding.

Redaktion und Produktion: Arne Langner, Jens Haberkorn Gast: Christoph Radermacher

Transkript anzeigen

00:00:11: Willkommen bei Aufstahl gebaut, dem Podcast.

00:00:16: Wir sprechen hier über Menschen, über Projekte und Entscheidungen die Architektur- und Bauwerke langfristig prägen.

00:00:22: Ich bin Arne Langner Unternehmenssprecher bei Assolomital in Deutschland

00:00:26: Ja!

00:00:26: Und ich bin Jens Haberkorn, Architek von Assolometer Stellichins und wir sprechen nicht nur aus dem Lehrbuch sondern vor allen Dingen aus der Praxis heraus dort wo Entwurfsentscheidung wirklich Wirkung entfalten.

00:00:39: In dieser Folge geht es um Fassaden und Dächer.

00:00:42: Titel, die Gebäudehöhle entscheidet!

00:00:44: Ja, Die Fassade ist die Visitenkarte des Bauherrn und des Architekten.

00:00:49: Sie transportiert natürlich Ästhetik und Anspruch und stellt für die Zukunft eine Weiche Für Konstruktion Nutzung Unnachhaltigkeit.

00:00:59: Bei uns zu Gast ist heute Christoph Rademacher.

00:01:02: Er arbeitet im Business Development bei Astrolumintile Building Solutions.

00:01:05: Herzlich Willkommen Christoph.

00:01:08: Vielen Dank für die Anleitung.

00:01:09: Schön, dass

00:01:09: du da bist.

00:01:10: Stell dich doch mal kurz vor!

00:01:11: Wer bist Du?

00:01:12: Wie bist Du zum Stall

00:01:13: gekommen?!

00:01:14: Wie gesagt, mein Name ist Christoph Gardermacher.

00:01:17: Von Hause aus habe ich Bauingenieurwesen studiert und mit einem MBA-Aufbau in Paris waren denn die Voraussetzungen eigentlich gut im Luxemburg bei dem seinerzeit größten Stahlkonzernen anzufangen.

00:01:30: Da arbeite ich jetzt auch schon mehr als zwanzig Jahre in verschiedenen Positionen und versuche diese Verbindung zwischen Stahl und dem Bauen und der Architektur irgendwie immer in meinem Geschäftstreiben

00:01:42: unterzubringen.".

00:01:44: haben wir heute einen wirklich langjährigen Experten hier mit dir Christoph und ich will noch mal zurückgehen auf meine Anfangsaussage, dass die Fassade, die Visitenkarten des Bauherrn und des Architekten ist.

00:01:56: Das kann ich auch aus eigener Erfahrung sprechen.

00:01:59: immer wieder so ein Anspruch den wir als Architektin stellen an so einem Bauwerk da ist es sichtbar das zeigt sich kann man es letztendlich auch nach draußen darstellen anderen gegenüber.

00:02:11: Jetzt ganz konkret, wir sprechen ja über Stahl-Fassadenlösung.

00:02:15: können diese denn den Anspruch gerecht werden?

00:02:17: Ja, wir können dem Anspruch architektonisch ungerecht werden.

00:02:21: Unsere Produkte geben da sehr viel her.

00:02:24: allerdings um die neunzig Prozent unserer Projekte befinden sich im industriellen Gewerbebau.

00:02:31: Da ist mit Architektur relativ eng bestellt.

00:02:37: Konzeptionelle Struktur und Funktionalität steht da im Vordergrund.

00:02:41: Architektur findet dann nur sehr begrenzt statt, weil wir eben in einer Art Systembau sind.

00:02:46: Viele Systemhersteller oder Systembauer haben ihre Konzepte und da ist das Entwerfen eher im klassischen Sinne so nicht mehr möglich.

00:02:55: Nichtdestotrotz haben wir da Möglichkeiten diese Architektur auch in diesem Segment zu gestalten und mit einzubringen.

00:03:04: Du

00:03:04: sprachst dann von Hybridsystem, was kann man sich unter hybrides Systeme in der Fassade vorstellen?

00:03:11: Aber vielleicht bevor wir jetzt auf hybride Systeme zu sprechen kommen ist ja auch klasse.

00:03:15: aber wo ist denn überhaupt noch hier der Gestaltungsrahmen den ihr jetzt noch habt?

00:03:18: du hast gesagt das ist eigentlich sehr eng gefasst im Systembau.

00:03:21: also wo kann man denn jetzt als Architek noch gestalterisch eingreifen?

00:03:26: Der industriellen Gewerbebau, landläufig auch immer Schuhkartons genannt bringt dann nicht so wahnsinnig viel an Geschaltungsmöglichkeiten.

00:03:33: Nichtsdestotrotz es muss effizient sein.

00:03:35: mit Sandwich-Panelen haben wir sehr effiziente Bauteile.

00:03:38: die Ermedämmung und Gebäudehülle direkt in einem abbilden aber auch die kann man gestalten mit entsprechender Farbe mit.

00:03:47: auch im Bereich des Glanzgrades kann man auch unterschiedliche Wirkungen machen selbst wenn man die gleiche Farbe nimmt und verschiedene Glanzgrade.

00:03:55: die Möglichkeiten Strukturen in der Fassade abzubilden und auch mit verschiedenen Geometrien, die im Herstellungsprozess sich nicht sehr großartig unterscheiden aber dennoch einen anderen Aspekt eine andere Räumlichkeit mitgeben.

00:04:09: Da gibt es schon Angebote um auch diese sehr kosteneffizienten Bauten zu gestalten und da auch dieses einerlei irgendwie zudurchsprechen.

00:04:20: Ich sag's nochmal ganz kurz Sandwich Panälen als Unterkonstruktion und dann

00:04:26: eine

00:04:27: Vorsatzschale, als auch eine Möglichkeit gestalterig tätig zu sein.

00:04:32: Das hattest du ja so im Vorgespräch gesagt, das bezeichnest du als Hybridsysteme und dass letztendlich wären dann auch einige Geschaltungsmöglichkeiten.

00:04:42: Du wartest es

00:04:43: sehr

00:04:43: schön genannt.

00:04:44: ich wollte da ganz kurz nochmal auf diese Geometrien von Vorsatz-Schalen kommen.

00:04:51: Das finde ich ja auch ganz spannend, dass man sich die Vorsatzschalen nicht nur als Flächige vorstellt sondern wirklich als Vorsatz-Schalen mit Tiefenwirkung sprich mit asymmetrischen Profilen.

00:05:03: Es sagt doch da einfach mal ein bisschen was ihr da auch auf den Markt schon gebracht habt und was da auch Architekten

00:05:13: sich

00:05:14: zur Nutze machen können für ihre Entwürfe.

00:05:16: Wir müssen da unterscheiden zwischen einerseits der Sandwich-Bauweise, wo denn das Element die Wärmedämmung und die Dichtheit und auch die Wetterschutzfunktionen der Gebäudehülle übernimmt.

00:05:28: Die kann man mit Farbe und Materialität auch irgendwie gestalten.

00:05:32: hier kann man dann über die sogenannte Hybridschiene noch eine Vorsatzschale drauf bringen und andere Materialien oder auch Bläche Fassaden-Grünsysteme, Holz-, Photovoltaik mit in die Fassade bringen als zusätzliche Ebene.

00:05:49: Sodass wir das Sandwich als effizientes Bauelement weiter beibehalten aber trotzdem in den Architekten erlauben in einem gewissen Rahmen noch etwas in den entsprechenden Gebäudenteilen vorzusetzen.

00:06:00: Die Profile von denen du gesprochen hast richten sich eher entweder an die doppelschalige Bauweise oder eben als Vorhangfassade und da haben eine ganze Range an asymetrischen Profilen, die eben dieses einerlei an Trapezprofilen und Wellprofil etwas unterbrechen.

00:06:17: Und da dem Architekten neue Geometrien, neue Möglichkeiten gibt es auch mit Farbe und Schatten und Licht zu spielen.

00:06:26: wenn man das denn noch kombiniert mit dem irisierenden Coating welches unterschiedlichen Farben nach je nachdem welchem Einfallswinkel man hat schattiert dann ergeben sich da Effekte raus, die sind sicherlich durchaus architektonische Qualität.

00:06:44: Christoph und auch Jens wenn ich da kurz einhaken darf das klingt ja ganz spannend.

00:06:49: also das ist ja viel mehr als was man sich jetzt so von so einer Gewerbe oder Industrie Halle irgendwo vorstellt.

00:06:56: es sind ja Möglichkeiten durch diese systemische Hybrid Bauweise durch diese Nutzung, durch die Farbgestaltung alles Sachen die kreative Gestaltung erlauben.

00:07:06: da gibt's doch wahrscheinlich viel mehr Einsatzgebiete.

00:07:09: Wo siehst du denn Christoph zukünftige Einsatzgebiete dann für für eure Lösung gerade in der Fassade?

00:07:16: Wir haben Schon lange immer eine Diskussion über Baukosten und dementsprechend wird das Effiziente bauen.

00:07:23: Und das ist, dass Bauen wie wir es aus dem Industrie-Gewerbebau kennen auch in andere Segmenten reinrutschen.

00:07:30: Ich nenne mal den öffentlichen Bau.

00:07:32: Warum muss ein Feuerwehrhaus von einem Dorf ins andere immer irgendwie anders aussehen?

00:07:37: Also da kommt auch sicherlich eine gewisse Effizienzanforderung mit rein.

00:07:42: Schulen, Feuerwehren, Bäder Alles, was im öffentlichen Raum auch effizient und funktional gebaut werden kann.

00:07:48: Aber trotzdem gestalterig gestaltet werden muss.

00:07:52: Da sehe ich durchaus Einsatzgebiete für den Stahl-Leichtbau.

00:07:56: aber auch im Wohnungsbau der ja auch einen gewissen Bedarf hat und auf unserem Kostendruck steht können Metallfassaden eine gute Lösung darstellen.

00:08:06: da braucht man nur mal beispielsweise nach Bordeaux fahren.

00:08:09: das ist sozusagen unsere Vitrine der französischen Kollegen.

00:08:12: hier sind sehr viele Geschossbauten auch mit Stahlfassaden verkleidet und die haben einen sehr wohnen architektonischen Anspruch.

00:08:21: Das in Frankreich immer noch ein bisschen anders, als im Deutschland habe ich so den Eindruck?

00:08:24: Ja, auch in den Niederlanden wenn man da mal bis zur Küste fährt und da links und rechts mal schaut... Da ist auch mehr, ich sag mal los!

00:08:35: Varianz drin.

00:08:36: Da gibt es nicht nur einen Neuntausend Sechs und ein Siebzigsechzehn als Farbton, sondern da wird in den Möglichkeiten die man hat schon noch mehr gestaltet.

00:08:45: Aber wir haben schon die ersten Beispiele auch in Deutschland.

00:08:48: Ich will hier vielleicht auch nochmal ganz kurz für die Zuhörer Wenn ihr ein paar Anregungen braucht.

00:08:54: Ihr habt ja eine neue Prochüre herausgebracht wo ihr gerade auch Für Gestalter so mal ein bisschen aufgezeigt habt von außen was es für Möglichkeiten gibt.

00:09:03: Das könnt ihr gerne anfragen bei uns.

00:09:06: Da sind so ein paar Anregungsbeispiele und da kenne ich auch gerade einen Beispiel aus dem schönen Schwarzwald, wo wirklich eine Industriefassade neu gedacht wurde und mich hat es selber beeindruckt!

00:09:19: Da kommen wirklich richtig schöne schrongierende Farben heraus was

00:09:24: ein

00:09:24: guter Ausdruck ist.

00:09:26: Aufbauend auf diesen Projekt haben wir jetzt eine Anfrage für einen Kindergarten.

00:09:30: Auch mit dieser Beschichtung, auch mit diesem Profil und da sieht man dass man im Prinzip über einen anspruchsvollen Gewerbebau auch schnell in den öffentlichen Bau reingehen kann und die Effizienz und das kostengünstige Bauen im Stahlleih-Bau ist das was es eigentlich denn letztlich ausmacht.

00:09:48: Dann möchte ich gerne ein anderes Thema mit anschneiden, wenn wir jetzt hier auch über öffentlichen Bau reden.

00:09:53: Wir reden ja auch viel über Klimaschutznachhaltigkeit wie wir in Zukunft effizienter CO²-reduzierte Emissionsärmer bauen können.

00:10:00: Spielt das denn schon eine Rolle?

00:10:03: oder geht es auch überhaupt an der Gebäudehülle dass ihr da emissionsarme Stähle anbieten könnt?

00:10:08: Du sprichst von unserem XK was wir ja in den ersten Folgen schon bisschen erläutert haben Christoph!

00:10:15: Wie sieht es aus

00:10:16: in der Gebäushe?

00:10:17: Ja, wir können auch eigentlich alle unsere Produkte in XGARB anbieten.

00:10:22: Auch wir haben Möglichkeiten über den Elektro-Lichtbogenofen und erneuerbar produzierten Stromschrott einzuschmelzen und damit unser Vormaterial die sogenannten Hot-Rolled Goals warmband herzustellen und damit den CO² Fußabdruck footprint von unseren Produkten deutlich zu senken.

00:10:41: Und das braucht eigentlich nicht viel mehr als ein bisschen mehr Vorlauf.

00:10:46: Da kann man an der Stelle vielleicht noch mal sagen X-Carb, jetzt haben wir ja so einen Begriff eingeführt.

00:10:50: X Carb steht es ist ein Kunstbegriff und die Marke mit der Bar Arcelor Metall emissionsarmer Stahl verkauft wird.

00:10:57: X-Carp X Carbon Back von der Kohle also hier bei diesen Produkten trifft das auch zu.

00:11:03: Die werden im Elektrolichtbogenofen hergestellt mithilfe von Strom aus Erneuerbaren aufs Recycling Schrott oftmals oder mit einem hohen Anteil an Recyling Schrott Und sind deswegen schon Geld als CO² reduziert, auch nachweisbar.

00:11:16: dann bei EPDs.

00:11:18: Genau und die EPD's hier müssen wir auch nochmal deutlich darstellen andere EPD'S wie EPDS wo wir gesprochen haben von den Waldstellen.

00:11:28: über welche Einsparungen sprechen wir hier bei den EPD´s?

00:11:31: zu herkömmlichen Sandwich-Fassaden?

00:11:34: Der Flachstahl, der üblicherweise in der Gebäudeerhülle verwendet wird, wird vorwiegend über die Hochofenroute hergestellt.

00:11:42: Das heißt das ist das Vereisenärzt, die Kokskohle und das wird im Prinzip entsprechend reduziert.

00:11:48: Hier haben wir in der Regel CO²-Ausstöße von bis zu ca.

00:11:53: UKg pro Tonne Stahl produziert.

00:11:55: Wenn wir das nun auf das X-Gab runter reduzieren, können wir bis zu zweitausend Kilogramm CO² pro produzierter Stahl Tonne herstellen.

00:12:05: Einsparen?

00:12:05: Nein, ich könnte einsparen!

00:12:07: Ja neben der CO²-Ansparung, die ja der eine Vorteil ist... Der andere Vorteil isst die Zirkularität.

00:12:16: Das heißt wir leben eigentlich denn schon in den zirkulären Wirtschaften so dass Beispielsweise beim Rückbau von alten Industrieanlagen, anderen alten Gewerbeanlagen an Schrott gewinnen.

00:12:33: Nutzen wir wieder zur Herstellung von neuen Produkten.

00:12:36: Ja und das wäre profitiert dann eigentlich?

00:12:39: Genau!

00:12:39: Das wäre auch meine Frage.

00:12:40: Das klingt ja gut aber wer macht denn sowas und wer profitiert davon?

00:12:46: Also warum sollte man das machen?

00:12:49: Gut dass ihr jetzt anspricht weil es ist genau das Problem was wir im Markt haben.

00:12:54: Produkte unterscheiden sich nicht.

00:12:56: Unser direkter Kunde, der Monteur hat eigentlich keinen Vorteil davon ob er jetzt zirkulär wirtschaftet oder aber mit x gab arbeitet oder nicht.

00:13:05: Also alterlich sehen die gleich aus?

00:13:07: Alterlich sehen sie gleich aus!

00:13:08: Sie haben aber auch die gleichen Zertifizierung.

00:13:10: also es gibt für den Verleger und für den Monteur eigentlich keinen Unterschied.

00:13:15: Auch für den Generalunternehmer gibt es eigentlich auch keinen Unterschied, weil er bestellt im Prinzip ein Stück Fassade und setzt das um.

00:13:22: Derjenige der profitiert ist letztlich der Gebäude-Eigentümer oder Investor der Bauherr.

00:13:29: Der ist derjenige, der nachher ein Gebäudepesitz mit einem relativ geringen CO²-Fußabdruck und einen guten Rating.

00:13:37: Ja wird denn das schon gemacht?

00:13:39: Also gibt's Auftraggeber.

00:13:40: Es ist, ich sag mal schleppend aber es gibt durchaus Investoren die in diese Richtung gehen.

00:13:47: Wir haben ein Beispiel eines Logistik Parks vor den Touren von Köln in Freschen.

00:13:52: Dort hat die Firma Sego Park einen Gewerbepark, Logistikpark entwickelt und in der Planung war eine DGNB-Gold Zertifizierung vorgesehen.

00:14:03: Wir haben das Projekt umgesetzt.

00:14:05: als Beispiel gibt es auch auf unseren Webseiten die ganze Projektstudie und dort wurde XCAP eingesetzt Und letztlich wurde das Projekt DGNB Platin zertifiziert.

00:14:18: Der X gab Stahl mit seinen CO²-Reduktionen und auch der Zirkularität hat sicherlich dazu beigetragen, dass hier ein besseres Rating als geplant durchgeführt werden konnte.

00:14:29: Das klingt richtig spannend!

00:14:31: Wir hoffen natürlich, dass wir da noch mehr Projekte regenerieren können.

00:14:35: So ein gewisserweise

00:14:36: wegweisend kann man sagen...

00:14:39: Der Investor hat es auch in anderen gewaltigen Projekten gemacht.

00:14:43: Auch in Berlin, im Umfeld vom neuen Flughafen wurden Logistikparks mit X-Karbstahl in der Gebäudehülle realisiert und jetzt in der Umsetzung ein größerer Gewerbepark in Dortmund, der auch mit X Karbstahl an der Gebärde Hülle, sprich in der Fassade und auch im Dach umgesetzt wird.

00:15:03: Guter Punkt da habe ich nämlich gerade dran gedacht.

00:15:05: Gebäudegülle wir haben ganz viel über Fassad gesprochen aber Dazu gehört ja auch das Dach.

00:15:09: letztendlich und nach Begrünung, auch immer so ein Thema für Architekten.

00:15:15: Jens, wenn ich das so sagen darf, spielt ja auch eine Rolle in der Gestaltung.

00:15:20: Ich würde sagen die Begrünung ist ja auch so ein klassischer Faktor, wenn Nachhaltigkeit irgendwo in einem Projekt mit angefragt ist.

00:15:29: Da kommt ganz schnell die BeGrünung.

00:15:31: Vielleicht können wir da auch ganz kurz mal gucken, gab es bei diesem Projekt auch im Dachbereich irgendwelche... Auswirkungen oder Überlegung.

00:15:41: Das Dach wurde ausgebildet als ein klassisches Tragschalendach, das heißt mit hohen großen Trapez-Bofilen wurde die Dacheindeckung von Träger zu Trägers gestaltet und auch da war natürlich durch die örtlichen Anforderungen eine Dachbegrünung vorgesehen so auch eine Photovoltaikanlage.

00:15:59: diese Forderungen nach Gründächern und Photovoltak Neuerdings auch beides zusammen, bringt natürlich mehr Last in den Dachaufbau und dementsprechend in die Tragfältigkeit der Dachprofile.

00:16:12: Aber das ist im Prinzip klassisch.

00:16:13: also wir können diese Lasten über die Trapidsprofile abdecken.

00:16:18: Wir haben da verschiedene Geometrien und über die Kombination von Geometrie- und Blechticke kriegt man da immer ein sehr optimiertes Dachtrahtwerk hin Und dieses kann man auch einfach in X-Grab ausführen!

00:16:29: Dann ändert sich an der herkömmlichen Planung nichts Und wir haben die gleichen Bauleimente mit einem ungefähr noch nicht mal halb, also einen Sechstel oder die Hälfte des CO-Ausschusses gegenüber den normalen Produkten.

00:16:44: Das heißt insgesamt waren welche Einsparungen da?

00:16:47: Bei dem Projekt Frechen von Sebo Park im ersten Bauabschnitt haben wir ca.

00:16:52: fünftausend Quadratmeter Sandwich-Panile verlegt und ca.

00:16:56: dreizehntausend Quadrate Meter Dachtragschale.

00:16:59: Die Fassade machte circa fünfzig Tonnen aus, und das Dach zweieinhalbundzwanzig Tonnen.

00:17:04: Also haben wir insgesamt in die Gebäude Hülle bei diesem Projekt zweihundertfünfzig Tonn Stahl eingesetzt Alles X-Gabstahl Und insgesamt haben wir über fünfhunderttausend Kilogramm CO² in diesem Gebäude an CO² eingespart.

00:17:19: Christoph, Begrünung im Dach ist ja ein Thema, haben wir darüber gesprochen?

00:17:24: Kann man machen und wie sieht es denn aus mit auch Photovoltaik zum Beispiel bei Dächern?

00:17:29: Das heißt jetzt im Gewerbeindustriebau oder öffentlichen Bauten oder Sanierung seid ihr da auch unterwegs?

00:17:34: was gibt's da?

00:17:35: Was habt ihr zu bieten?

00:17:36: Ja Da haben wir eigentlich für beide klassischen Dachtypen entweder das Flachdach, da die Trapezprofile, die Tragschalen im Angebot und für die geneigten Dächer wird häufig Sandwichpanel auch in Dachbereich verwendet.

00:17:52: Diese können wir nur in der Außenschale mit PV-Befestigern ausstatten sodass eine Solarmontage auf einem Sandwichpaneel sehr einfach gelingt!

00:18:02: Hier haben wir auch verschiedene Systeme zugelassen, das heißt jeder Solateur kann da eigentlich seinen Lieblingssystem verwenden.

00:18:10: Wir brauchen nicht durch zu befestigen bis auf die Unterkonstruktion sondern es reicht eigentlich das Sandwich-Panel in die Außenhaut zuzufestigen.

00:18:18: Das muss natürlich alles zugelassend sein und das braucht natürlich alle seine Tests und auch seine Forschung und Entwicklung.

00:18:25: Und in diese Richtung ist unser Dach Sandwich-Panel schon vorbereitet und in Kürze erwarten wir da eine Erweiterung der Zulassung.

00:18:36: Wir haben aber auch gerade im Hinblick auf die Sanierung von solchen alten Dächern, diese Zementfaserplatten, die eigentlich brüchig werden, die auch einer Neuerung dürfen.

00:18:48: Haben wir meistens immer Problem mit der Auflast.

00:18:51: Das heißt, wenn ich die ganzen Anforderungen Grün und PV als Lastannahmen mit annehme, da ist den relativ schluss mit dem Bestandsstruktur, mit der Tragfähigkeit der bestehenden Struktur.

00:19:05: Sprichteist so viel Last drauf?

00:19:07: Und

00:19:07: da muss letztendlich Gewicht eingespart werden!

00:19:10: Da haben wir jetzt in der Entwicklung das sogenannte Helioruf, wo wir die Photovoltaik direkt mit dem Sandwich-Panel verbinden.

00:19:19: Alles eigentlich miteinander als ein Element kombinieren.

00:19:23: auch die Anschlüsse liegen den Innen und nicht mehr außen auf dem Dach so dass es eigentlich ein sehr leichtes und effizientes System sein soll um eben solche geneigten Industrildächer relativ einfach und effiziant zu sanieren, aber auch gleichzeitig eine Photovoltaik Lösung mit anzubieten.

00:19:42: Das heißt das ist eine Entwicklungslösung die schon da ist, aber die natürlich Zulassungsprozesse durchläuft und ja vielleicht auch hier nochmal in unserer Zuhörerschaft.

00:19:54: wer da mehr wissen möchte der kann sich doch gerne an uns wenden und dann können wir sobald da auch weitere Dinge auf dem Markt vordringen Da einfach helfen in Richtung Lösungsbereitung.

00:20:10: Die Produktionslinie ist schon da.

00:20:14: Wir produzieren auch schon, wir haben auch schon kleinere Projekte in andere Länder geliefert die nicht so regularisiert sind wie der deutsche Baumarkt.

00:20:23: Derzeit befindet sich das System in der Zulassung beim Deutschen Institut für Bautechnik und das ist halt ein Prozess den wir noch durchlaufen müssen und dann können wir das auch hoffentlich sehr schnell und bald in den deutschen Markt anbieten.

00:20:41: Vielen Dank dir, Christoph!

00:20:42: Also wir kommen so langsam zum Ende denke ich.

00:20:45: was wir heute gesehen haben ist Nachhaltigkeit Planung usw.. Das beginnt nicht beim Label, das fängt nicht bei X-Carb an.

00:20:52: Das fängt schon viel früher an.

00:20:54: Es fängt bei Material und Systementscheidungen an.

00:20:57: Wir hier die Gebäudehülle mit Fassade und Dachdenken.

00:21:01: Du hast uns einiges erzählt Was heute schon möglich ist, was im Hybrid-System möglich ist.

00:21:07: Also wie man was seine erst mal unscheinbar erscheint so ein Sandwich-Panel dass man für Industriegewerbehallen verwendet kann man auch ganz anders einsetzen an vielen anderen Möglichkeiten sei es jetzt Kitas Schwemmeda Sporthallen öffentliche Einrichtungen aber selbst im Wohnungsbau.

00:21:26: das ist durchaus möglich.

00:21:28: also ist eine ganze Menge da Wenn ich jetzt so dich nochmal anschaue, Christoph.

00:21:32: Was ist notwendig damit Lösungen für Fassade und Dach in gerade Anwendungen an die wir nicht sofort denken?

00:21:41: Die du aber skizziert hast was es da notwendig Damit früher eben an Stahl Lösungen gedacht wird.

00:21:46: Was würdest Du dir wünschen?

00:21:47: was sind so drei Punkte?

00:21:49: Zum ersten brauchen wir eigentlich mehr Austausch zwischen den Herstellern und den Planern.

00:21:55: Diese Scheu der Planner sich mit dem Hersteller zu unterhalten, die muss eigentlich aufgebrochen werden.

00:22:03: hier muss mehr Transparenz sein.

00:22:04: was können wir anbieten?

00:22:06: Was haben wir für Referenzen ohne die Unabhängigkeit des Architekten und der Planenden irgendwie anzugreifen sondern da braucht es einen sehr Offeneren Austausch.

00:22:18: und auch es ist nicht so, dass wir diese... Nicht das Verständnis für die Architekten oder für die Planner hätten.

00:22:25: Sondern uns ist eher daran gelegen solide und richtig zu informieren Und auch konform, baurechtskonform Zu beraten ob's denn nachher umgesetzt wird und es vertrieblich Denn auch irgendwo zu einem Erfolg wird.

00:22:41: Das

00:22:41: steht auf dem anderen Blatt.

00:22:43: Ja, Austausche Ist erster Punkt.

00:22:46: Ja,

00:22:47: was gibt es noch weitere Punkte?

00:22:49: Ja auch dieses Schubladendenken muss auch aufgebrochen werden.

00:22:54: Eine andere Farbe als siebzig sechzehn oder neuntausend sechs also das was man eigentlich zu achtzig Prozent in unseren Gewerbegebieten sieht muss nicht unbedingt teurer sein.

00:23:04: Es braucht einfach nur ein bisschen mehr Planungsvorlauf und ein bisschen meer Weitblick um da auch Akzente setzen zu können sei es in hinsichtlicher Farbe, der Beschichtung oder eben auch der Geometrie.

00:23:18: Wir sind uns diesen Kostendruck im Bauen sehr bewusst und dem entsprechend machen wir auch kostengünstige Lösungen für den Architekten!

00:23:26: Und last but not least was wäre ein dritter Punkt?

00:23:30: mehr Nachhaltigkeit.

00:23:32: Also in bestehenden Konzepten, da muss man nicht immer irgendwo viel erfinderlich sein sondern die Investoren und die Bauherren sollen einfach näher einfordern was kann an der Nachhaltigkeit noch getan werden?

00:23:45: Wir brauchen im Prinzip die Transformation alle in der Gesellschaft.

00:23:49: wir brauchen dementsprechend auch CO² reduzierten Stahl in unserer Gesellschaft und in unserer zirkulären Wirtschaft Und das muss in diesem Kontext eigentlich mehr erforscht, mehr ausprobiert und mehr gemacht werden.

00:24:05: Vielen Dank, dass du bei uns warst!

00:24:06: Ja danke schön!

00:24:07: Vielen dank für die ganzen Infos zu dem Thema.

00:24:10: Danke fürs Zuhören an euch alle da draußen bei Aufstahl gebaut.

00:24:15: Freu mich aufs nächste Mal.

00:24:16: Da werden wir über Spundwände reden.

00:24:18: Spundwernde stille Helden hast du sie genannt Jens?

00:24:23: Da bin ich mal ganz gespannt was uns da erwartet.

00:24:26: Ich auch schon genau

00:24:28: Danke und bis zum nächsten Mal.

00:24:30: Ciao!

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