Hochfeste Stähle: Der „doppelte Hebel" für mehr Nachhaltigkeit

Shownotes

In dieser Folge geht es um hochfeste Stähle im Hochbau und ihren Beitrag zu nachhaltiger Architektur. Zusammen mit Gast Marc May sprechen Arne und Jens über Materialeinsparungen durch höhere Streckgrenzen, geringere CO2-Emissionen und weitere positive Auswirkungen für den Stahlbau | Auf Stahl gebaut 002

Über folgende Themen sprechen Marc, Arne und Jens:

  • (00:00) Begrüßung und Themeneinführung: Hochfester Stahl im Hochbau
  • (01:11) Gastvorstellung: Marc May (Bauingenieur ArcelorMittal Steligence)
  • (02:48) Grundlagen: Was sind hochfeste Stähle (S460)?
  • (05:35) Praxis im Hochbau: Was ändert sich mit hochfesten Stählen?
  • (07:07) Materialeinsparungen durch hochfeste Stähle
  • (08:50) Lochstegträger: Eine zu wenig bekannte Lösung
  • (10:37) Sinnvolle Kombination: hochfester Stahl und Wabenträger
  • (11:23) Wie kann nachhaltiger geplant werden? Less is more!
  • (13:17) Auswirkungen auf Gebäude: Größere Spannweiten und Flexibilität
  • (15:12) Der doppelte Hebel: Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion
  • (17:02) EPDs und Produktionsrouten im Vergleich
  • (19:40) Win-win-Situationen für Auftraggeber und Planer
  • (21:46) Traditionelle Baukultur in Deutschland
  • (22:26) Die Zukunft hochfester Stähle
  • (24:23) Zusammenfassung und Ausblick auf die nächste Folge

Der Podcast Auf Stahl gebaut ist eine Produktion der ArcelorMittal Germany Holding.

Redaktion und Produktion: Arne Langner, Jens Haberkorn Gast: Marc May

Transkript anzeigen

00:00:10: Willkommen bei auf Stahl gebaut, der Podcast bei Asselon Metall.

00:00:15: Wir sprechen hier über Menschen, über Projekte und Entscheidungen die Architektur- und Bauwerke langfristig prägen.

00:00:22: Ich bin eine lange Unternehmensbrecher bei Ascelon Metall in Deutschland

00:00:27: Ja!

00:00:27: Und ich bin Jens Haberkorn, Architek bei Ascleon Metall, Stelegins.

00:00:33: Nicht aus dem Lehrbuch heraus sondern aus der Praxis, sprechen wir heute und zwar dort orange Entwurfsentscheidung wirklich wirkender entfalten.

00:00:44: Und in dieser Folge geht es heute um den Hochbau, um hochfesten Stahl, Titel der doppelte Hebel für nachhaltige Architektur.

00:00:53: und eine spannende Frage gleich am Anfang wie viel Leistung brauchen Gebäude?

00:00:59: Wie viel Material eigentlich dafür?

00:01:02: Ja und bei Leistungen sprechen wir nicht über PS sondern wir sprechen wirklich um einen anderen Begriff von Leistung Arne.

00:01:11: Aber lasst uns mal, bevor wir das klären herzlich willkommen heißen unseren heutigen Gast und zwar Marc May.

00:01:19: Er ist Bauingenieur bei AstroMittal Stelechens.

00:01:24: Du beschäftigst dich ja schon seit vielen Jahren mit Stahlbaulösung im Hochbau.

00:01:28: Wir freuen uns dass du da bist stelle ich nochmal kurz vor

00:01:32: Ja hallo also.

00:01:33: Ich bin schon seit ziemlich langer Zeit in der Firma Astro Mitter tätig seit etwa fünfzehn Jahren etwas mehr.

00:01:42: Meine Karriere angefangen im Stallbau in einer Stallbaufirma, in der Ausführung.

00:01:48: Da haben wir dann eben Gebäude berechnet, entworfen und später habe ich auch Projektmanagement gemacht, war auch kurz im Vertrieb Und schon da hab' ich gelernt dass es essentiell ist immer ein möglichst geringen Stahleinsatz anzustreben um die Materialkosten möglichst so minimieren.

00:02:06: Und schon damals haben wir das eben erreicht durch eine geschickte Profilwahl und eben durch höher feste Stähle.

00:02:12: Das ist heute immer noch so.

00:02:14: Also wenn ich heute berate, ist die Zielsetzung immer noch eine möglichst effiziente Ausführung also möglichst kostengünstig.

00:02:21: Das heißt wir erreichen das immer noch durch die Anpassung von der Profilwahl und durch möglichst hohe Festigkeit um eben Material einzusparen.

00:02:30: Und das Schöne dabei ist dass durch die Materieinsparungen auch weniger Emissionen in einer Produktion entstehen.

00:02:38: Wir

00:02:42: arbeiten ja ab und zu zusammen, Marc.

00:02:45: Und was ich mich eigentlich so im Beginn wo wir angefangen haben zur Arbeiten gefragt habe der Begriff hoch feste Stähle war für mich als Architekt ja mal gehört im Studium aber irgendwie wusste sich damit nichts anzufangen.

00:03:03: und vielleicht kannst du noch einmal den Zuhören Ja, vielleicht sind ja auch manche unter uns die da nicht alltäglich mit Arbeiten ein bisschen erläutern.

00:03:13: Was heißt eigentlich dieser Begriff?

00:03:16: Wo kommt der her, was sagt ja aus vielleicht nicht nur ganz technisch sondern auch in den unterschiedlichen Facetten, was es mit sich bringt?

00:03:26: also offen gesagt was unterscheidet hoch feste Stähle von klassischen Lösungen?

00:03:30: könnte man genau

00:03:31: genau.

00:03:31: Also

00:03:31: müssen wir uns vielleicht vorab einspänken dass wir hier über den Baubereich sprechen wollen.

00:03:37: Und da sind Baustelle bis Sv-si üblich und in den Normen folgt sie nicht geregelt.

00:03:43: Im Maschinenbau zum Beispiel oder wenn wir jetzt einen Kranbau denken, da sind noch viel höhere Festigkeiten möglich und üblig aber die werden im Baubereich selten eingesetzt.

00:03:53: Das heißt, wenn wir hier im Podcast über hochfassende Stähle sprechen, dann sind immer diese hochfesten Ställe bis SV-si gemeint.

00:04:01: Die üblichen Bausteller darunter verstehen wir die klassischen S-Zo-Von-Treißig.

00:04:06: Ja, kann ich ganz kurz einhaken.

00:04:09: Das hat ja viel mit Zahlen zu tun S-Fierhundertsechzig.

00:04:14: Jetzt hören Laie was sagt das aus?

00:04:17: Das ist einfach die Streckgrenze von Fierhundsechzig im Mingenurten pro Quadraten.

00:04:23: Jetzt kommt

00:04:24: er wieder an!

00:04:25: Das haben wir ja sehr

00:04:26: technisch.

00:04:28: Einfach gesagt in Hochwesterstahl ist den Stahl mit einer höheren Streckgrenze oder einer höherer Zugfestigkeit also einen Stahl Deiner Belast noch einen größeren Widerstand gegenbringt.

00:04:37: Also zum Beispiel kann ein Stützchen in Hochfestem Stahl mit einem kleineren Querschnitt ausgeführt werden, weil die höhere Streckgrenze den kleineren Queerschnitt ausgeleicht und damit eine vergleichbare Tragfähigkeit erreicht wird.

00:04:48: Das heißt jetzt nochmal für mich zurückgedacht.

00:04:51: Du hattest das genannt S-Mitglied

00:04:52: Nr.A.S.E.S.,

00:04:54: zählt noch unter den normalen Stellen und dann geht es praktisch los mit einer höheren Streckgrenze zu den Hochfesten.

00:05:03: So Marc, lass mich hier nochmal kurz einhaken.

00:05:06: Was

00:05:06: bedeutet dann jetzt noch mal der höhere feste Stahl gegenüber den normalen Stellen?

00:05:14: Also einen hochfester Stahl ist einfach gesagt nur Stahl mit höherer Streckgrenze und höherer Zugfestigkeit als ein Stahl deiner Belastung einen größeren Widerstand entgegenbringt.

00:05:23: Beispielsweise kann eine Stütze in hoher festem Stahl ausgeführt werden, da die höhere Streckgrenze dem kleineren Querschnitt ausgleicht und damit eine vergleichbar Betragfähigkeit erreicht wird.

00:05:33: Das klingt gut, klingt technisch.

00:05:36: So für mich erst mal wenn man das jetzt so überträgt in die tatsächliche Arbeit.

00:05:41: was ändert sich denn konkret im Hochbau?

00:05:43: Wenn man mit hochfesten Stillen arbeitet?

00:05:46: eben hatten wir ja viel Theorie.

00:05:48: wenn wir jetzt ein bisschen in die Praxis schauen wo spürt man den Unterschied?

00:05:52: Im Tragwerk im Raum oder im Entwurf?

00:05:55: Also zu allererst einmal ist es hier eine Abweichung vom Standard also von dem das haben wir schon immer so gemacht Prinzip Und das ist ein Schritt im Kopf, der für viele der größte ist.

00:06:05: Danach zeigt sich dann dass sich oft gar nicht so viel ändert.

00:06:09: Wir haben ja eine normativ geregelte Baustelle von denen wir sprechen.

00:06:13: Das heißt wenn ein Konzept vorliegt also das Stützenraster die Belastungen und so weiter sind definiert Dann kann diese struktur sehr einfach optimiert werden hoch feststellen.

00:06:24: Dann hat man eine kleinere kleinere Klärschnitte Echt erwähnt in der Material-Einsparung hat auch oft geringere Bauhöhen.

00:06:33: Wenn das Stützeneraster allerdings noch nicht endgültig festglied ist, dann kann die Lasterpralmo selbst noch optimiert werden.

00:06:39: also es können größere Strägerspannweiten umgesetzt werden.

00:06:43: Daraus können sich dann wenige Stützen oder ganze Stützen rein können entfallen.

00:06:48: Das heißt man kann im Grundris mehr Flexibilität schaffen eine höhere Nutzerfreiheit.

00:06:53: Ja da will ich nochmal einsetzen weil das ja auch immer wieder unser Alltag zeigt, wenn ich jetzt draußen bin und gerade Baufarben berate in einem vorn frühen Faser eines Vorentwurfs.

00:07:11: Da ist es ja immer wieder auch die Frage wo kann man optimieren?

00:07:15: Wo kann man Stützen weglassen?

00:07:18: Und ich erinnere mich an ein Praxisbeispiel, ganz schön auch einem Bauherrn darlegen konnten, wie ganze Stützenreihen entfallen konnten.

00:07:32: Und zwar waren das Stahlbetonstützen und wir konnten dann mit dem Trägersystem letztendlich

00:07:40: eine

00:07:41: ganze Stützenreihe entfernen.

00:07:43: Wie ist es immer so?

00:07:46: oder was sagst du wenn sage ich mal jetzt Diese Entwürfe auf deinem Schreibtisch landen.

00:07:55: Was wird da letztendlich erst mal geprüft und was wird da angeschaut?

00:08:01: Ja, das Prinzip ist ja dass wir mit hochfesten Stellen die gleiche Tragfähigkeit in weniger Material bündeln.

00:08:09: Das heißt wenn Konzept- und Belastung unverändert bleiben dann reduzieren wir im Prinzip den Materialeinsatz.

00:08:16: Es ist aber möglich noch ein Schritt weiter zu gehen Und dann das Tragwärtskonzept mit den weiteren Anforderungen, wie zum Beispiel der Haustechne gemeinsam zu denken.

00:08:25: Die ist ja oft komplex und dann ist auf das Ziel der Haustechnik den Vorhang zu lassen.

00:08:31: Dazu werden dann z.B.

00:08:32: die dekiintrigierte Deckenträger also sogenannte Flachdeckenträge eingesetzt, die dann unter denen bei die Leitungskanäle oder Ähnliches verlaufen können.

00:08:41: Oder alternativ kann man Lochstegträger einsetzen, also Träger, die regelmäßig angeordnete Stegöffnung haben.

00:08:47: Da steht ja die Leitungskanäle durchgeführt.

00:08:49: Ja,

00:08:50: da für diese schönen Träger, die Lochstegträger... ...die du gesagt hast.

00:08:56: Sowas wird oft in England und Frankreich gemacht bisher.

00:08:59: Richtig.

00:09:00: In Deutschland wenig der Fall.

00:09:03: Warum eigentlich?

00:09:05: Ich gehe davon aus, dass es einfach eine Lösung ist die zu wenig bekannt ist.

00:09:08: Die zu wenig populär ist.

00:09:10: wir haben auch schon schöne Projekte auch in deutscher damit gemacht aber Es sind natürlich jetzt keine keine eyecatcher in dem Sinn bisher gewesen in dem sinn das man die irgendwo publiziert hat und Der den breiten publikum ja.

00:09:23: aber ich frag mich ich frage mich immer wieder Das ist doch die lösung wo auch wieder Ja verschiedene sachen zusammenkommen dass ich diesen Wartenträger habe und durch diese Löcher, welche Form auch immer dann die Lüftung zum Beispiel durchführen kann.

00:09:44: Ich hab neulich in meinem Sportstudio so einen schönen Träger gesehen zwar leider kein Stallträger sondern es war ein ausgespatter Stahlbeton-Träger der mit viel Fertigungstechnik hergestellt werden musste.

00:09:59: und da hab' ich mich gefragt So ein Warbenträger.

00:10:05: Kann man das machen?

00:10:06: Siehst

00:10:06: du, dass wir da in Deutschland auch noch...

00:10:10: Das sehe ich absolut genauso und ich hoffe ja mal, dass die Leute diesen Podcast mehr davon erfahren und diese Identität den Betracht ziehen.

00:10:21: Also wir wollen ja auch ein bisschen schaffen so Ideen anregen und einfach mal mal machen.

00:10:28: Einfach mal auch Ja!

00:10:32: Mit Fragestellungen an uns treten und dann kommen mich, möchte hier da auch nochmal dieses Thema vielleicht mit diesen Wabenträger oder auch wieder zurückgehen auf diese hochfeste Stähle.

00:10:48: Das sind ja jetzt zwei verschiedene Sachen

00:10:50: die aber komplett war

00:10:53: und hoch fest.

00:10:54: das kann man kombinieren richtig?

00:10:57: Ja, wenn ich das richtig sehe auch durchaus ästhetische Varianten.

00:11:00: Also man kann das jetzt schon angesprochen.

00:11:04: Das ist viel

00:11:05: zu wenig.

00:11:06: Was ist ja in Deutschland passiert?

00:11:07: Du könntest es jetzt in Schwimmen oder Sportteilen nutzen.

00:11:10: Genau!

00:11:11: Fitnessstudio hast du genannt.

00:11:13: Wie kann man denn davor angehen dass sowas bei Planern letztendlich auch mehr von Anfang an mit reingenommen wird?

00:11:23: Ich denke immer wieder... Also wenn du mich jetzt fragst, als Architekt ja nicht mehr im Architektor sitzt sondern in der Beratungsseide aber ich versuche natürlich immer wieder anzusprechen und wir sprechen hier natürlich von Effekten.

00:11:41: Erst mal bringe ich

00:11:42: dieses

00:11:43: schöne Zitat Lasses Moore vom Mies van der Rohe

00:11:49: was

00:11:50: welche hier sicherlich in Vielfelde Art und Weise diskutieren könnten.

00:11:54: Damals ging es nur um Ästhetik, heute geht es ja auch um Nachhaltigkeit und da wollen wir da auch reingehen.

00:12:01: nachhaltigkeit hoch feste Stähle.

00:12:06: Less Material das ist eines der Doppelhebel würde ich sagen.

00:12:10: Less material is more!

00:12:14: Und das müssen wir denke ich unterstreichen.

00:12:16: dem Planer Geht immer wieder ihm darlegen, dass in neuen Entwürfen er das mit reinbringen kann.

00:12:24: Also geht es letztendlich auch um so eine integrative Entwurfstrategie könnte man sagen?

00:12:29: Ja!

00:12:30: Nicht in einzelnen Trägern denken sondern systemisch.

00:12:33: Ganz genau also.

00:12:34: aus meiner Sicht muss ein gutes Konzept immer die Minimierung des Gesamtsystems im Blick haben.

00:12:39: Wie ihr schon gesagt habt nicht der einzelne Träger oder die einzelne Stütze muss möglichst klein und kostengünstig sein Sondern es muss die gesamte Konzeption so gemacht werden spannweite Stützgaster und die Auswirkungen auf die Bauhöhlen, die Fundamente, die Fassaden

00:12:53: usw.,

00:12:54: dass es eine Gesamtoptimierung wird.

00:12:56: Und wenn dann noch die Haustechnik mitgedacht wird, z.B.

00:12:59: mit einem Wochstegträger durchstehen da die Haustechnik durchgeführt wird – da hat man sich eine perfekte Optimierung des gesamten Systems erzielt!

00:13:06: So einfach gefragt Jens, wenn ich kurz darf bei was ändert sich denn an einem Gebäude?

00:13:11: Wenn man das jetzt gleich von Anfang an, wenn man's gemeinsam denkt also Tragwerk, Haustechnik und Architektur?

00:13:17: Also aus meiner Sicht haben wir natürlich eine größere für größerte Spannweiten.

00:13:24: Das heißt, wir haben weniger Stützen und mehr Nutzerfreiheit im Raum, weniger störende Stützen im Raum.

00:13:32: Kurze Frage dazu weil das immer die Plange interessiert von welchen Weitenspannweite sprechen wir denn da?

00:13:39: Weil da wird es sehr spannend!

00:13:41: Ja, also ich denke mal wenn man jetzt ein übliches Bürogebäude zum Beispiel nimmt ist es absolut denkbar und einfach ausführbar von Fassade zu Fassad mit einem Träger so spannend.

00:13:53: Und

00:13:55: das sind dann welche Spannweiten?

00:13:57: Jetzt bin ich weniger architekt als du!

00:13:59: Also ein Büro wie Dorfdief darf ein Büroser mit Beleuchtung natürlich im Lichteinfall Plus der Gang, plus noch mal das gleiche Büro.

00:14:09: Ich denke wir sind im Bereich von zwölf Metern jetzt zehn Meter.

00:14:12: Wir sind

00:14:12: in dem Bereich auf alle Fälle von Zwölfmetern.

00:14:15: Es kommt immer darauf an natürlich ist es ein Zwei-Achse.

00:14:20: Wie liegen die Flore?

00:14:23: Wenn ich jetzt wirklich mal so einen zweiachsigen Bereich mit einem Mittelgang hätte und auf jeder Seite ein Büro Und dann im Bereich, wo ich vielleicht ein Gemeinschaftsraum oder so einen großen Raum habe.

00:14:38: Dann komme ich aber vielleicht schon auf vierundzwanzig Meter.

00:14:42: vielleicht

00:14:44: Ja, da würde ich dann eher doch noch einen Mittelschritt zu machen.

00:14:46: Aber selbst zweimal zwölf Meter ist ja schon ein sehr vernünftiges Rast.

00:14:50: Wenn jetzt zum Beispiel das Büro umgeplant wird für eine andere Nutzung, sei es jetzt eine Wohnnutzung oder sei es ein Lager oder wie auch immer, dann hat man natürlich schon da eine große Flexibilität, um die Anordnung der neuen Konzeption unterzubringen.

00:15:08: Das ist gut!

00:15:09: Lasst uns doch mal ein bisschen auch zurückkommen auf den Titel von unserer Folge heute, der doppelte Hebel für nachhaltige Architektur.

00:15:16: Wir haben jetzt schon darüber gesprochen was mit hoch fest als Material von der Herstellung her schon möglich ist mit dem S-Fürhundertsechzig.

00:15:25: Der doppelste Hebel also der zweite Teil des Hebels den merken wir ja dann eher wenn wir zum Thema Nachhaltigkeit in die CO² Reduktion kommen.

00:15:34: Ja, das ist ein ganz interessanter Aspekt und der ist vielleicht vielen überhaupt nicht bekannt.

00:15:38: Nämlich dass auch emissionsarmhergestellte Ställe existieren.

00:15:42: Und die Einsparung von CO² ist ja die große Herausforderung unserer Zeit.

00:15:46: Mit diesen Stellen kann eine Reduktion von rund vierzig Prozent des bei der Produktion anfallenden CO² erreicht werden was mit EPDs belegt wird also mit den Umweltproduktdeklarationen.

00:15:56: Also wird eine Stahlkonstruktion in üblichen, aber emissionsarm hergestellten Stellen ausgeführt kann die Umwelt und die Umweltbilanz des Projekts von diesen reduzierten Emissionen profitieren.

00:16:08: Da ist dann der eine Hebel.

00:16:10: Wird denn eine StahlKonstruktion mit hochfestem konventionell produzierten Stellen ausführt?

00:16:15: Liedt die Materialeinsparung und damit auch die Einsparungen für den CO-Zweiber etwa zwanzig bis dreiß Prozent je nach Projektanforderung.

00:16:22: Das wäre dann der andere Hebel.

00:16:24: Und diese Hebel sind kombinierbar.

00:16:26: Also hochfeste emissionsarme Stähle sind der von Diamente doppelte Ewe, bei dem die Einsparungen im Material mit den Einsparung einer Produktion zu einer erheblichen Gesamteinsparung führen.

00:16:36: Also was ich vorher genannt habe gibt das überschlägliche Gesamtinduktion von fünfzig Prozent oder mehr je nach Projekt.

00:16:45: Ja wir hatten ja auch schon in der anderen Folge von diesen EPDs geredet, die wir heutzutage brauchen um letztendlich das nachzuweisen.

00:16:56: Vielleicht hier auch nochmal kurz für die, die sich jetzt nicht tagtäglich damit beschäftigen.

00:17:02: Die EPDs werden natürlich auch gebraucht um Zertifizierungen nachzuweisen.

00:17:07: und was wir hier auch immer wieder sagen, man darf nicht Äpfel mit Böhren vergleichen... ...die EPD von der wir in der ersten Folge sprachen sind nicht dieselben EPD's von der weh jetzt sprechen von den hochfesten Stählen und die sind durchaus andere wenn wir von Grobplächen oder anderen sprechen und hier von wieder anderen Profilen.

00:17:28: Was macht den Unterschied aus?

00:17:32: Ja, die Frage stelle ich jetzt mal an Marc auch wenn ich sie beantworten kann aber du hast ja sicherlich da...

00:17:39: Der Unterschied

00:17:39: mehr oder näher.

00:17:40: Produktionsroute also.

00:17:42: es gibt grundsätzlich zwei Routen um Stahl zu produzieren einmal mit Basierend auf Eisenärzt und Kohle oder eben eine andere Art, um dieses Eisenerz zu reduzieren.

00:17:53: Zum Beispiel Wasserstoff was heute noch wenig gemacht wird also einfach aus technischen Kürstengründen.

00:17:59: Und die andere Route ist die Elektroofenroute.

00:18:03: Genau!

00:18:03: Bei uns ist es so dass wir im Trägerbereich mit der Elektro-Route basieren.

00:18:09: Also wir sind ein Recyclingbetrieb für mansoviel.

00:18:12: Wer schmelzt einen Schrott ein und stellt auch das Dräger her Und dazu wird elektrischer Energie eingesetzt und die kann eben auch aus erneuerbaren Quellen kommen.

00:18:22: Wie Wind, Wasserkraft und Solar.

00:18:24: Wenn wir das tun dann kommt diese vierzig Prozent Einsparung, die ich eben erwähnt habe zur Stamme.

00:18:30: Also der Unterschied bei den EPDs ist wenn wir jetzt eine EPD haben für Stahl als Produkt was mit weniger CO-Zweihemissionen hergestellt wurde?

00:18:39: Genau genau!

00:18:42: gesagt gehabt, dass natürlich klassisch hergestellter Stahl ein vielfältiges Meer hat.

00:18:49: Wir hatten diese zwei Komma vier fünf im weltweiten Vergleich genannt Ton CO-Zwei pro produzierte Tonne Stahl und hier haben wir halt wirklich richtig massive Einsparungen.

00:19:03: was mich begeistert ist letztendlich die Verwendung von dem Schrott den wir bis zu hundert Prozent damit hineinbringen.

00:19:12: Das ist letztendlich der zweite Hebel von dem wir sprechen, der eine große Auswirkung über unsere Nachhaltigkeit hat und den wir natürlich dann auch in Zertifizierung nachweisen können.

00:19:28: Wir haben ja verschiedene Zertifikierungen in Deutschland gerade die DGNB-Zertifenzierung, die werden natürlich angestrebt für gewisse Bauvorhaben.

00:19:39: Jens, du bist ja als Architekt auch viel unterwegs wiederum bei Architektor Büros in Deutschland.

00:19:45: Und jetzt wo wir Marc... Auch hier haben als Experten und über hochfeste Stähle gesprochen haben diesen doppelten Hebel.

00:19:52: Wo sind denn die Wind-Situationen?

00:19:54: Auf der einen Seite für die Architekten also die Plane auf der anderen Seite Für die Kunden die Auftachgeber!

00:20:03: Ja ich sehe das so dass der Architek die Möglichkeit hat seinem Kunden, dem Bauherrn ein Konzept vorzulegen das so auf der einen Seite materialeinsparend ist und damit auch in aller Regel auch kosteneinsparend ist.

00:20:19: Und auch gleichzeitig CO² einspart.

00:20:25: Die andere Piste die parallel dazu möglich ist es eben eine Flexibilisierung des Grunds, also größere Spannweiten weniger stützten, weniger störende Elemente im Raum.

00:20:37: Ja, das kann ich eigentlich nur bestätigen für den Architekten.

00:20:40: Also würde ich auch sagen ist es, hattest du glaube auch genannt die geringeren Bauhöhen mehr Geschosse, mehr Volumen?

00:20:50: Das ist natürlich wenn ich gucke... Ich habe mir immer so angeschaut oder anschauen müssen das musst du ja Architekte in der Entwurfsphase was kann er maximal rausholen aus dem Baufenster Was ist vorgegeben?

00:21:01: und da tut natürlich jeder Zentimeter zählen.

00:21:06: Eines der Dinge, die mich ganz am Anfang wie ich hier angefangen habe so begeistert hat ist dass ich natürlich wenn ich in den Hochhausbereich gehe irgendwann mal sogar bis zu einer Etage einsparen kann.

00:21:18: Wenn ich das alles auf addiere die ganzen Zentimeter und das schafft natürlich auch für den Auftraggeber Einkommen.

00:21:29: Dann wieder Frage an Marc Liegt es an den Gewohnheiten, an der Planungskultur?

00:21:35: Wenn wir jetzt von all diesen Vorteilen letztendlich hören.

00:21:39: Mehrfacher Hebel, doppelter Hebel... Warum ist das in Deutschland immer noch stark ausbauffähig?

00:21:46: Das liegt aus meiner Sicht definitiv an der deutschen Baukultur die wir hier haben also seit den fünfzehn Jahren, seit dem Krieg in Deutschland sehr betonlastig unterwegs.

00:21:58: Also man kann sich ja über die verschiedenen Epochen die Gebäude anschauen.

00:22:03: Die Struktur ist in aller Regel den Beton, wenn es jetzt nicht im Enwütchersbau, im Hallenbauer oder im Logistikbereich ist.

00:22:09: Dann haben wir ein Bürogebäudebereich und so weiter in aller Regeln einen Beton.

00:22:12: Und da sehen wir viel Potenzial um eben diese Anforderung des CO-II Einsparns zu erfüllen was das mit Stahlbau ein sehr guter Hebel ist um da einen großen Erfolg zu erzielen.

00:22:27: Welche Rolle würdest du dann sehen, Marc?

00:22:30: Wenn wir in die Zukunft schauen von hochfesten Stählen in der Zukunft im Hochbau.

00:22:36: Also ich würde jetzt vor allem die Grundstruktur da mal ins Auge fassen.

00:22:41: also stützen Träger mit umum ein Geburtekonzept eine Tragstruktur aufzustellen.

00:22:52: Im zweiten Schritt haben wir natürlich auch Verbunddecken, die dann wieder ermöglichen, wesentlich leichter zu bauen.

00:22:59: Also weniger Beton bei der gleichen Tragfähigkeit einzusetzen.

00:23:04: Auch Fassaden gibt es schöne Lösungen im Stahl, die ja heute schon vielfach eingesetzt werden auf Betonkonstruktion und das ist jetzt nicht.

00:23:13: Ja, ich glaube wir müssen einfach im System denken und es geht auch hier überhaupt nicht darum in den Podcast andere Materialien in den Hintergrund zu stellen sondern gerade wie du Marc auch gesagt hast jedes Material hat seine ja seine Berechtigung.

00:23:30: Du hast das in dem Sinne erwähnt dass wir Verbunddecken einsetzen.

00:23:35: weil verbund Decken geht's ja um eine Tragschale aus Stahl und dann den Stahlbeton.

00:23:41: Das in Zusammenhang mit diesen Trägerbereichen, das gibt eine runde Sache.

00:23:45: und was ich da einfach auch immer wieder so ein bisschen als Botschaft mir draußen will ist zu gucken welches wo kann denn der Stahl unterstützen?

00:23:56: In diesem ganzen Bauprozess.

00:23:59: Wo kann er letztendlich werden über den doppelten Hebel und einer...das ist dieser Nachhaltigkeitshebel mit weniger Material- und Emissionsarmen Materialien wirklich diesen Effekt zu erzählen.

00:24:14: Und ich glaube, da sind wir auf einem guten Weg aber brauchen auch noch sehr viel an Informationen

00:24:21: am Markt.

00:24:23: Wir hoffen ja dass wir damit auch hier ein bisschen Informationen geben können was alles schon möglich ist.

00:24:27: Wir haben heute über hochfesten Stahl im Hochbau doppelten Hebel mit CO² Reduktion und Gewichtseinsparung gesprochen.

00:24:35: Vielen Dank Marc, dass du bei uns warst!

00:24:38: Du hast eben das Thema Fassade und Dach schon so ein bisschen mit angesprochen oder mit Verbunddecken.

00:24:45: Das wird in der nächsten Folge unser Thema sein, schon mal kleiner Hinweis da drauf.

00:24:51: Und ja ansonsten mehr Leistung entsteht oft nicht durch mehr Material sondern durch bessere Entscheidungen.

00:24:58: Gents hast du mal gesagt?

00:25:00: Genau!

00:25:00: Und das mit der Leistung müssen wir nochmal aufklären.

00:25:03: Das hatte ich am Anfang gesagt es geht nicht um PS.

00:25:05: Um was geht's?

00:25:06: Kannst du das noch einmal sagen?

00:25:07: um was geht ist hier eigentlich.

00:25:10: Letztendlich geht es darum, dass wir mit hochfesten Stehlen an der Stelle Gewicht einsparen können, optimieren können.

00:25:18: Planung optimieren kann im System wenn wir systemisch integrativ planen und optimieren

00:25:24: und letztendlich

00:25:25: durch nachhaltig produzierten Stahl auch CO-Zweihemission von Anfang an mit reduzieren.

00:25:33: Besser hätte ich das nicht gesagt!

00:25:35: Ja also

00:25:36: jetzt in diesem

00:25:37: Fall vielen Dank Wagt auch an dich noch mal im nächsten Folge nachhaltiger Gebäudebau mit Fassade und Dach.

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