Brückenbau: nötiges Umdenken für nachhaltige Infrastruktur

Shownotes

Brücken verbinden mehr als nur Wege – sie verbinden Menschen, Regionen und Zukunft. In der ersten Folge von „Auf Stahl gebaut“ zeigen Arne Langner, Jens Haberkorn und ihr Gast Mike Tibolt, warum gerade jetzt ein Umdenken im Brückenbau nötig ist. Zwischen Sanierungsstau und steigenden Anforderungen wird deutlich: Nachhaltiger Stahl kann ein Schlüssel für langlebige, effiziente und klimafreundliche Infrastruktur sein. Eine Folge voller Einblicke, Perspektiven und Lösungen für Bauwerke, die Generationen tragen sollen | Auf Stahl gebaut 001

Über folgende Themen sprechen Mike, Arne und Jens:

  • (00:00) Intro & Begrüßung
  • (01:28) Vorstellung des Gasts: Mike Tibolt
  • (03:41) Brückenzustand in Deutschland & Europa
  • (04:05) Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz im Brückenbau
  • (06:16) Lebenszyklen und ganzheitliche Betrachtung
  • (08:04) Wetterfester Stahl: Eigenschaften und Vorteile
  • (11:54) Kosten und Fallstudien
  • (14:24) Vorfertigung und Bauzeit
  • (16:16) EPDs und CO2-reduzierter Stahl
  • (20:19) Praxisbeispiele und Brückenprojekte
  • (21:39) Ausschreibungen mit CO2-Kriterien und LESS
  • (24:47) Zukunftsausblick

Erwähnte Projekte & Studien:

  • Viaduc de Pulvermühle (Luxemburg Stadt) - Eisenbahnbrücke, Gegenstand von Mikes Masterarbeit
  • ESPRIT & ESPRIT Plus - EU-Forschungsprojekte (RFCS-gefördert) mit Vergleichsstudien
  • Brückenprojekt in Polen - Verbundbrücke aus wetterfestem, CO2-reduziertem Stahl; 25–30 % CO2-Einsparung gegenüber Spannbeton Lösung

Der Podcast „Auf Stahl gebaut“ ist eine Produktion der ArcelorMittal Germany Holding.

Redaktion und Produktion: Arne Langner, Jens Haberkorn

Gast: Mike Tibolt

Transkript anzeigen

00:00:10: Herzlich Willkommen bei Aufstahl Gebaut, unser neuer Podcast.

00:00:15: Mein Name ist Arne Langner und ich bin Unternehmenssprecher für Astronomital in Deutschland.

00:00:20: Wir sprechen in diesem Podcast über Menschen oder Projekteentscheidungen die unsere gebaute Umwelt langfristig prägen.

00:00:28: Ja!

00:00:28: Ich bin Jens Hauberkorn, Architekt bei Astronometer als Deligence.

00:00:33: Und hier geht es nicht um Dinge, die wir im Labor entwickeln sondern die draußen in der Realität stattfinden.

00:00:42: Dort, wo nämlich Infrastruktur ist und sie funktioniert oder eben auch nicht.

00:00:47: In dieser Folge geht es um Brücken, die verbinden – das ist unsere erste Folge!

00:00:52: Wir sind ganz gespannt über was wir hier gleich mehr lernen und erzählen können.

00:00:57: Es geht um Bauwerke, die mehr sind als Konstruktionen am Ende, ne?

00:01:01: Ja, um Brücke, die Verbinden Region Menschen und stehen symbolisch für den Zustand unserer Infrastruktur.

00:01:08: Und damit denke ich, kommen wir zum heutigen Gast.

00:01:14: Herzlich willkommen Mike Thibault!

00:01:17: Du bist Ex-Tarte für Brücken bei Arcelo Metal Stalagins und begleite sie Projekte von der Planung bis zur Umsetzung.

00:01:27: Ja schön dass du da bist nochmal.

00:01:29: Vielen Dank für die Einladungen.

00:01:32: Stell dich doch gerne mal kurz vor wo begegnen dir Brücken im Alltag?

00:01:36: wie bist du?

00:01:37: Überhaupt zu Axelor Mital und zum Thema Brutten gekommen?

00:01:40: Ja, also guten Tag.

00:01:42: Mein Name ist Mike Kibboldt und ich arbeite jetzt seit rund elf Jahren bei Axelore Mital.

00:01:50: Studiert habe ich Bauingenieurwesen unter anderem in Kaiserslaut am Darmstadt und in Anzir, also in Frankreich und auch in Luxemburg und habe hier dann an der Universität Luxembourg provoviert am Axelormital Chair So, und dann ist die Verbindung zu Axolomita natürlich schon von der Ausbildung her gegeben.

00:02:08: Und wurde nach der Promotion übernommen und habe dann zunächst sechs Jahre in der Forschungsabteilung gearbeitet und hab da eben an Projekten schon im Brückenbau gearbeitet also auch von der Forschungseite her und habe da eben die erste Erfahrung gesammelt, sage ich jetzt mal bei Axolamita was den Brückenbau angeht.

00:02:31: Erwähnenswert ist auch, dass meine Masterarbeit über eine Brücke ging die dann auch gebaut worden ist.

00:02:37: Das ist hier genau wir sind ja in Luxemburg statt das ist der viaducte Pullfarmüler also das ist eine Eisenbahnenbrücke mit einem Fachwerkträger im Verbund liegend ausgeführt worden ist aus Hohlprofen und da habe ich eben an meiner Masterarbeit ein paar technische Untersuchungen vorgenommen und die Brücke auch simuliert.

00:02:58: Und das war so der Funke, der mir dann gesagt hat also Brücken.

00:03:01: Das werde ich eben gerne machen.

00:03:04: und nach den sechs Jahren Achsolemittal Forschungsabteilungen hatte ich dann die Chance bekommen zu wechseln bei Stelligence und dort eben dann die Verantwortung zu übernehmen für die technische Beratung und das technische Marketing im Brückenbau was ich jetzt seit eben sechs Jahre mit großer Freude mache.

00:03:21: Du bist also ein Mann der Praxis und der Theorie.

00:03:24: du kommst von der Forschungsseite her bis heute in der Praxis aktiv.

00:03:29: Und das sind natürlich zwei starke Argumente, um dann auch zu schauen wo kann man in Zukunft hingehen?

00:03:35: Brücken stehen ja heute stark im Fokus nicht nur hier in Luxemburg, wo wir aufnehmen sondern auch in Deutschland Kann ein ganz emotionales Thema sein.

00:03:43: von dem Brücke

00:03:45: Wollte ich ganz kurz sagen weil Ich bin ja heut morgen angereist von Deutschland und es hat mich zwanzig Minuten gedauert Eine Brücke, die nicht mehr funktioniert hat um Fahnhub.

00:03:56: Von daher kann ich das nur

00:03:58: bestätigen.".

00:04:00: Ja also es gibt viel zu tun bei Brücken.

00:04:02: ja erneuert werden müssen Dauerbrenner eigentlich in Deutschland.

00:04:07: wenn wir über Brücken reden Wenn wir über Nachhaltigkeit und Ressourcen auch sprechen wo ist da so eine Verbindung zu schaffen?

00:04:14: Also wie siehst du das?

00:04:16: Ja, weil die Brücken das wurde ja schon angangs erwähnt hier sind recht schlechten Zustand und nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit.

00:04:26: Die meisten stammen eben aus den Nachkriegszeiten also sechstiger, siebziger Jahren, also während des Wirtschaftswunder wurde uns alle errichtet wurden ausgelegt auf hundert Jahre das ist richtig aber mit einem Verkehrsvolumen was natürlich deutlich geringer war zu der Zeit bis heute ist und das fehlt eben dazu dass viele Brücken jetzt auch schon die weniger älter sind als hundert jahre eben in einem Zustand sind, wo sie erneuert werden müssen, respektive Instand gehalten werden müssen.

00:04:53: Und hier stellt sich dann immer jetzt die Frage, weil wir jetzt ja auch am Punkt angekommen sind, bei dem wir natürlich auch ressourceneffiziente Materialien einsetzen wollen und das passt ja sozusagen jetzt, wo alle Brücken praktisch erneuwert oder erstallgehalten werden müssten.

00:05:08: Jetzt wäre ja gleichzeitig auch zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und zu sagen, jetzt fangen wir mal an, dann auch hier ressourcieneffiziant zu bauen und das dann auch gesellschaftsfähig zu machen.

00:05:21: Was eben einhergeht, sind der Baustoffstahl.

00:05:25: Hundert Prozent recycelbar kann man mit CO² reduziert herstellen.

00:05:30: Elektro-Lichtbogenofen also wäre da schon so ein guter Ausgangspunkt vom Baustopf her, Ressourcen effizient mit drückenden Verbindungen zu setzen.

00:05:40: Ja und Ressourseneffizient kann man ja auch gleich setzen mit nachhaltigen Aspekten, die man dann in eine Brücke oder ein Bauwerk einbringt.

00:05:52: Aber

00:05:53: wir sprechen sehr viel bei Nachhaltigkeit über Energie haben ja die Diskussion wo wir Energien herbekommen aber bei den Brücken geht es ja vor allen Dingen um ganz andere Begriffe bei der Nachhaltigkeit hier geht's ja um die Begriffen von Dauer und auch von Wartung und Verfügbarkeit von Materialien.

00:06:16: Kannst du uns dazu ein paar Stichpunkte geben?

00:06:20: Also Stichwort vielleicht, wenn ich noch einhaken darf, Lebenszyklus, also Life-Cycle Analysis.

00:06:26: Genau!

00:06:27: Was können Brücken da leisten gerade, wenn wir auf den Werkstoffstahl wieder zurückkommen?

00:06:32: Das ist eine sehr gute Einbruchangene, also Lebenszyclus und eben eine gesamtheitliche Betrachtung des Brückenbaus.

00:06:41: Das ist das was jetzt hier Trumpf.

00:06:45: Man kommt doch eher traditionell aus der Betrachtungsweise nur die Investitionskosten zu betrachten für den Bau der Brücke.

00:06:53: Klar,

00:06:54: was sehr oft vernachlässigt wird oder wurde ist eben halt dann auch die Nutzungsdauer der Brücken also auch in Standhaltungsmaßnahmen Mit dem ganzen Rattenschwanz, der dahinter hängt.

00:07:04: Also die Brücke wird ja nicht nur einfach in Stand gehalten lokal sondern die Brücken muss vielleicht gesperrt werden.

00:07:09: Die Brücke die Straßenunterführung muss gesperrt werden so und das hat natürlich dann direkt einen Einfluss auch auf Ja auf die Volkswirtschaft auf die Gesellschaft die davon betroffen sind.

00:07:20: Und hier geht es eben darum zu sagen wir machen jetzt eine ganzheitliche Betrachtung und hier kommt der Lebenszyklus dann auch eben zum Tragen wo man sagt gut wie kann ich eine Brücke bauen die vom Jahr Null bis zum Jahr Hundert, wenn die rechnische Lebensdauer erreicht ist

00:07:37: auch

00:07:38: CO² reduziert und kosteneffizient gebaut worden ist.

00:07:42: Und hier spielen dann nachhaltige Materialien und aber auch ein Design die Rolle also dass man die Materialien auch so einsetzt das ihr Vorteile voll ausspielen können.

00:07:53: Beim Thema Design das sind gute Stichwortwillen gerne einhaken.

00:07:57: Jens du hattest mir im Vorgespräch verraten Womit du wirklich ... Du bist der Architekt von Haus aus, womit du eben gerne baust mit welchem oder planst viel mehr.

00:08:06: Mit welchen Stahlprodukten?

00:08:07: Da war das Stichwort Wetterfesterstahl richtig?

00:08:10: Ja!

00:08:11: Das ist ein gutes Stichwort.

00:08:12: ich

00:08:13: bin um es hier auch klarzustellen den zuhören nicht mehr eine Ausführung als Planter- oder Bauleidenderarchitekt habe jetzt eher die Seite gewechselt hin zur Beratung.

00:08:26: aber dieses Thema Wetterfesterstahl Und die Schönheit dieses Stahls, die kommt mir halt doch immer wieder vor Augen.

00:08:34: Diese diese schöne braunrötliche Patina, die sich in Architektur dann widerspiegelt das ist was ganz ganz besonderes.

00:08:43: und ich glaube ja da hätte ich auch ganz gerne mal die Frage in Richtung dich Mike Wie ist denn im Brückenbau der wetterfeste Stahl?

00:08:57: Jetzt mehr als eine architektonische Komponente.

00:09:01: Was sind denn für Eigenschaften, die den Wetterfestenstahl auszeichnen gegenüber herkömmlichen Stellen?

00:09:08: Ja also du hast es ja schon richtig gesagt das ist durchaus mehr als nur eine Architektuale Betrachtung sondern es geht hier auch um die Funktion des Wetter festen Stahl auch im Bezug auf die Instandhaltung.

00:09:21: Also der Wetter feste Stahl ist, also es ist jetzt recht einfach zu halten.

00:09:25: Das ist ein Stahl wo einige Legierungs-Elemente hinzugegeben sind, die es eben erlauben das der Stahl seine Korrosionsschutzschicht selbst aufbaut in Interaktion mit der Umwelt und deswegen braucht er eben keinen zusätzlichen Korrosionenschutz Anstrich wenn er keinen Anstriche braucht.

00:09:46: Braucht dieser Anstrichen natürlich jetzt nach.

00:09:48: ich sage jetzt mal grob gesagt dreißig Jahre braucht er nicht erneuer zu werden.

00:09:52: Das heißt also die Brücke ist relativ wachtungsarm und zeigt eben dieses schönes Erscheinungsbild, dieses braun-rötliche was ihr eben erwähnt hast.

00:10:03: Das heisst das sind auch wiederum zwei Komponenten die eine Rolle spielen und wenn man natürlich dann den Stahl oder den nicht mehr anzustreischen braucht geht es in der Bauphase natürlich schneller.

00:10:15: Man braucht die Farbe nicht trocknen zu lassen Man hat die Gefahr nicht, dass die Träger, wenn sie schon vorgefertigt sind oder mit einem Voranstrich versehen sind während des Transport geschädigt werden und dann wiederum auf der Baustelle nach dem Einheben der Trägers diese wieder ausgebessert werden müssen.

00:10:33: Das umgeht man.

00:10:34: Und natürlich nach dreißig Jahre braucht man die Brücke oder auch die Unterführung, vor allem wenn es jetzt Eisenbahnen sind oder auch wenn das jetzt ein Gewässer ist, braucht man da nichts zu sperren, um wieder den Anstrich zu erneuern.

00:10:48: Und das spielt eine wichtige Rolle dann auch in den Instandhaltungskosten, die man hat.

00:10:53: Was hat man denn für einen Standhaltungsaufwand nach dreißig Jahren?

00:10:57: Das muss ja nicht neu gestrichen werden!

00:10:58: Ne, man hat abgesehen von den Inspektionen die man eh immer hat, nicht nur wegen des Korrosionsschutzanstriches sondern eben halt auch wegen der Funktionsweise der Brücke dass diesischer gestellt ist.

00:11:12: Hat man abgesehen von Lager-Austausch oder vielleicht jetzt auch mal das Equipment, was man austauschen muss wie ein Geländer?

00:11:19: Oder die Betonfahrbahn?

00:11:21: hat man da, was den Stahlträger angeht keinen weiteren Aufwand.

00:11:26: Ja!

00:11:27: Das finde ich ein ganz interessanter Gedanke, den du uns hier gebracht hast weil oft wird der Nachhaltigkeit als einen Kostenreiber gesehen und du erzählst uns ja hier ganz andere Aspekte dir der Betrachten ist.

00:11:43: Das ist genau der Punkt und das ist, weil ich ja angangsgesagt habe also nicht nur die Investitionskosten betrachten sondern über den ganzen Lebenszyklus der Brücke die Betrachtung zu beziehen.

00:11:54: wenn sie jetzt sagen okay Wetterfeste Stahl ist natürlich leicht teurer als jetzt der normale Stahl dass es richtig im Einkauf oder auch für die Kosten dem Bau.

00:12:05: Aber was man nicht vergessen darf, ist dass der ganze Korrosionsschutz anstrich wegfällt.

00:12:09: Das heißt dort hat man schon dann Kosten eingespart plus dann noch den Korrosionsschutzansprich nach dreißig oder sechende Jahre Erneuerung.

00:12:16: Der fällt ja auch weg.

00:12:18: Und die volkswirtschaftlichen Kosten wegen Sperrungen, die dann zustande kommen.

00:12:22: Dadurch dass man den die Brücke wieder neu anstreichen muss.

00:12:25: Macht

00:12:25: ihr ja wenn ich da einsetzen kann macht er schon mal so eine Auflistung auch für potenzielle Auftraggeber wo er links rechts hinschreibt herkömmliche Variante Variante mit Wetterfesten?

00:12:37: Ja das haben wir jetzt.

00:12:38: in Polen haben wir sehr stark angefangen das zu machen schon seit zwei drei Jahren.

00:12:44: Wo will normale Variante dann eben dem Wetter festen gegenüberstellen?

00:12:48: Auch in Deutschland wird vermehrt jetzt auch Wetterfeste nachgefragt und es stellt sich raus, dass der wetterfste Stahl im Endeffekt billiger ist oder kostengünstiger ist als der normale Stahl.

00:13:05: Hängt natürlich auch immer von der Brücke ab das ist natürlich klar.

00:13:09: Aber das stellt sich dadurch eben heraus, weil der ganze Korrosionsanstrich wegfallen kann.

00:13:14: Und das ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor?

00:13:17: Jetzt fragen natürlich sicher unsere Zuhörer in welchen ... Ich weiß nicht ob du da irgendwas melden kannst, in welchem Prozenten da gedacht wird, dass es sicherlich abhängig...

00:13:29: Das ist abhängiger.

00:13:30: aber es gibt durchaus ... Beispiele, die wir vorliegen haben, wo wir bis zu fünfzehn Prozent dann kostengünstiger waren mit der Wetterfestemass-Version.

00:13:44: Gibt es da greifbar was?

00:13:46: KSDA ist Fallstudien und wenn man sich da reinig

00:13:48: orientieren kann... Wo man sich orientieren können, da haben wir angefangen.

00:13:53: Im Jahr zwei tausendundachzehnt kamen der europäische Bericht raus und es war ein Bericht ein europäisches Forschungsprojekt, was eben finanziert wurde vom RFCS.

00:14:03: Das nennt sich Esprit und Esprit Plus.

00:14:07: Hier kann man diese Zahlen nachlesen Und natürlich dann auch weiter zum Brückenbau einige Vergleichstudien Wo gezeigt wird dass der Stahlbau oder der Startverbundenbau durchaus sexy sein kann Was die Wirtschaftlichkeit angeht?

00:14:24: Plintgut

00:14:25: also keine Beschichtung reduzierte Instandhaltungskosten, ohnehin niedrigere Kosten.

00:14:33: Worüber wir noch nicht gesprochen haben ist die Bauzeit letztendlich und es ja auch ein oft unterschätzter Aspekt.

00:14:39: Welche Rolle spielt in die Vorfertigung gerade jetzt im Bestand oder wenn man auf Verkehrsstraßen schaut?

00:14:45: Ja das ist natürlich immer wichtiger vor allem weil jetzt die Brücken relativ schnell erneuert werden müssen und versucht wird natürlich die Sperrzeiten aber minimum zu reduzieren.

00:14:54: und da spielen natürlich die Bauzeiten eine sehr wichtige Rolle.

00:14:58: Deshalb soll man vorfertigen, das hat mehrfache Gründe.

00:15:04: Vorgefertigte Träger wie diese VFD-Träger, die wir auch mit unseren Walzträgern anliefern können, können relativ schnell auf der Baustelle eingehangen werden.

00:15:14: Man braucht keine zusätzliches Equipment wie eine Schalung um dann die Fahrbahnplatte der Rücke zu betonieren.

00:15:23: Dann für den Stahl, die Stahlträger können wir größtenteils in unserem Werk oder in unseren Werkstatt vorfertigen und praktisch.

00:15:32: Einhebe bereit auf die Baustelle liefern.

00:15:34: Damit geht natürlich schon viel Bauzeit, in die man einsparen kann.

00:15:39: und wenn man jetzt an den Wetterfestenstahl denkt, natürlich braucht man da keinen Korrosionsanstrich aufzubringen, trocknen zu lassen, respektive noch auszubessern auf der Baustell.

00:15:49: und auch

00:15:50: das ist natürlich mit einer Zeitreduktion auf der baustelle verbunden.

00:15:56: also damit kann man viel zeit einspare ist nicht zu vernachlässigen.

00:16:01: Letztendlich

00:16:01: sprechen wir darüber über Ressourceneffizienz und wie man schon gesagt haben CO² reduziertes Material, das ist ein starkes Argument für diese Ressourseneffizienzen.

00:16:18: aber lasst uns nochmal ein bisschen deep dive in wie immer so schön sagt in auch belastbare EPDs.

00:16:27: EPD für die Zuhörer, die es nicht wissen ist ja die Environment

00:16:33: Product

00:16:33: Declaration auf Deutsch.

00:16:34: Die Umweltprodukteklaration

00:16:38: und

00:16:39: die gibt ja sehr viele Werte an.

00:16:42: vielleicht kannst du uns da ein bisschen mit hineinnehmen?

00:16:45: Ja genau!

00:16:46: Und das ist das, was wir dann auch immer unseren Kunden als Ingenieurbüros oder auch den Behörden erklären.

00:16:53: Es ist sehr wichtig, dass die CO-Reduzierten Baustoffer mit einer EPD verbunden sind weil es sicherstellt, dass sie da die Werte und Einsparungen erzielen natürlich von dritten zertifiziert sind.

00:17:10: Da hätten wir zum Beispiel der jetzt hauptsächlich im Fokus steht des CO² Also der CO²-Fußabdruck der Baustoffe.

00:17:19: Und hier ist eben sehr wichtig, dass die IPD und die Machtes ja diesen Wert ausgibt.

00:17:24: Wenn wir von den Produkten sprechen, also vom Stahlträger und Spundwänden oder auch Groppläsche, dann natürlich von dem CO² Fußabdruck in der Produktion.

00:17:36: Und der Experten manchmal dann auch Cradle to Gabe nennen, also von der Wiege bis zum Fabriktor.

00:17:43: Also das sind alle Emissionen die angefallen sind von der Beschaffung der Rohstoffe bis zur Herstellung des fertigen Produktes bis es das Werk eben halt verlässt.

00:17:55: und das ist auch noch manchmal Module A-A III als EPD in der EPD gekennzeichnet.

00:18:01: Da kann man vielleicht auch noch mal kurz darauf eingehen, wie wird denn unser CO²-reduzierter Stahl bei Asseler Metall hergestellt?

00:18:08: Gibt ja oftmals das Verständnis.

00:18:11: Dass es da um Massenbilanzierung ginge, dass man irgendwo Bäume, Gründezeitifikate oder Bäume pflanzen würde irgendwo... Mike kannst du das kurz erklären?

00:18:22: also der Stahl den wir für Walzprofile oder auch Fischbundwände für verschiedene Produkte sehen Wie wird er hergestellt?

00:18:31: Unser CO²-reduzierter Stahl werden wir auch noch unter der Marke Xcarb Recycle Continuably Produced, also recyclierte und erneuerbar produzierte oder hergestellt vermarkten ist eben in dem Elektrolichtbogenofen hergestellt.

00:18:46: Wir heißen Der Rohstoff ist Schrott.

00:18:49: Schrott wird eingeschmolzen und daraus gewinnen wir dann unseren Stahl.

00:18:53: Und eben was wir benutzen als Energieträger sind erneuerbaren Energie in Hauptsächer aus Solar- und Windenergie.

00:19:02: Das heißt, wenn man bis zu hundert Prozent Schrott koppelt mit hundert prozenten erneuherbaren Energien zu dieser Herstellerstellung, kriegt oder zielt man natürlich eine signifikante Reduktion der CO² Fußabdruckes.

00:19:16: also hier sprechen wir, wenn wir bei den Walzträgern sind von dreihundert dreieinhalb Kilogramm CO² pro Tonne.

00:19:23: Bei den Kruppläschen sind wir bei neunhundert vierzehn, jetzt gleich auch bei um die sieben hundert Kilogramm pro Zürzei.

00:19:31: Pro Tonne.

00:19:32: Leichte Unterschiede gibt es natürlich immer durch das Herstellungsverfahren.

00:19:35: Das ist richtig.

00:19:36: aber im Vergleich zu dem globalen Wert der bei zwei Komma sechs Tonnen liegt sieht man schon also auch gibt's da belastbares Zahlenmaterial was das ja liegt

00:19:46: Das ist das klassische Herstellungsverfahren mit den zwei Komma sechs Tonnen oder über zwei Tonnen CO-Zweibrotranne-Stahl, was denn hochrufen?

00:19:53: Die Hochrufenroute.

00:19:56: Ja genau und...

00:19:57: Aber vielleicht können wir... Wir hatten uns vorgenommen hier nicht ganz so ins Detail dann doch hineinzugehen sondern an alle Zuhörer einfach auch wenn euch das interessiert bitte kontaktiert uns!

00:20:10: Wir wollen euch gerne die verschiedenen Episodes zur Verfügung stellen weil diese benötigt ihr nämlich für eure Baufahrten.

00:20:18: Ich glaube, wo ich noch gerne mal ein bisschen drüber sprechen würde mit dir Mike es sind über praktische Beispiele, über Brückenprojekte die schon umgesetzt sind

00:20:30: und

00:20:31: ja vielleicht auch so ein paar Learnings daraus?

00:20:33: Du hattest vorhin schon kurz Polen genannt.

00:20:35: da gibt's einen klasse

00:20:40: Beispiel.

00:20:40: Da gibt es auch mehrere Beispiele in der Zwischenzeit, wo eben der CO² reduzierte Stahl oder der X-Cup verbunden worden ist mit dem wetterfessenden Stahl.

00:20:50: Eben deswegen weil es zu massiven CO² Einsparungen gekommen ist vom Baustoff her.

00:20:58: Dort wurde eben eine Brücke gebaut, das ist ne normale Verbundbrücke.

00:21:02: Aus Wetterfestem Stahl mit dem CO²-Reduzierten Stahl und hier konnten wir bis zu ca.

00:21:08: um zwanzig und dreißig Prozent einsparen.

00:21:11: zur ursprünglichen Lösung die Ne Spannbeton-Brücke war.

00:21:15: War das ein öffentlicher Auftraggeber?

00:21:18: Das

00:21:19: war ein öffentliche Auftrag Geber wie fast jedes Mal bei Brücken.

00:21:23: Ja!

00:21:23: Das steht eigentlich dahinter.

00:21:25: Es

00:21:27: ist viel für die Bahn zum Beispiel oder wenn es um staatliche Aufträge Autobahn geht.

00:21:39: Ja, ich wollte eigentlich da drauf raus dass in dem Bereich der Brücken doch der öffentliche Auftrag Geber das schon zu hundert Prozent immer verlangt?

00:21:51: Oder wie schätzt du es ein?

00:21:53: kommt das alle Hier den zweiten Ausschreibung vor, wie sind da so die...

00:21:59: Also die Erfahrungswerte, da muss man vielleicht auch dann regionales betrachten.

00:22:04: Man kann das nicht auf dem ganzen europäischen Markt gleichmäßig verschmieren, sondern das muss man trotzdem sehr lokal betrachten.

00:22:15: Wenn wir jetzt in den Fall Deutschland nehmen ... Die stehen jetzt in den Startlöschern anzufangen, eben dann auch mal Brücken auszuschreiben mit CO²-Kriterien.

00:22:28: Die Frage die ich da nämlich immer stellt ist wie schreibe ich denn eine Brücke eigentlich so aus?

00:22:34: Da stellen sich ja dann Fragen man darf nicht ein Hersteller ausschließen explizite oder bevorzugen.

00:22:41: Wie geht das rechtlich und wie sehen die Ausschreibungstexte aus?

00:22:45: In Deutschland ist jetzt zum Beispiel erwähnenswert, dass es vielleicht unter Umständen auch die Less-Zertifizierung kommt.

00:22:50: Die ist dann vereinfacht.

00:22:51: Das kann man sich so vorstellen wie den Energiepass eines Hauses.

00:22:55: Also das geht von A bis E und A ist sehr gut und E ist dann eher schlechter und was dazwischen liegt, ist dann eben halt schon besser als der E.

00:23:05: Und ganz kurz?

00:23:06: Ja Mike, Les, das werden vielleicht auch noch nicht alle wissen.

00:23:08: Les steht für Low Emissioned Steel Standard.

00:23:11: Neue Nauche.

00:23:11: Also neuer Standard ja... vergleicht oder klare Vorgaben macht, wie Stahl mit wenig CO-Zwei Emissionen kategorisiert werden kann.

00:23:22: Genau das ist der Punkt.

00:23:23: und so wie beim Kühlschrank sage ich immer ein Label.

00:23:28: Ganz genau.

00:23:29: Möglichst einfach am Ende auch eine etwas aufwendigere Definition dahinter stehen?

00:23:33: Ja, es stehen natürlich aufwendige Definitionen oder Konstrukte dahinter aber im Endeffekt ist es für den Verbraucher oder für die Nutzer relativ leicht zu überblicken wo er sich einzubortern hat.

00:23:42: das ist auch relativ einfach auszuschreiben und da sieht man dass das jetzt in der Zukunft kommen wird und deshalb wird die Nachfrage dann automatisch auch steigen.

00:23:55: das heißt also Da greife ich vielleicht jetzt schon etwas vor, aber wenn man mal dahin kommen will zu diesen hundert Prozent die du da vorn angesprochen hast dann glaube ich wird kein Weg daran vorbei es eben auszuschreiben damit auch der rechtliche Rahmen geregelt ist.

00:24:12: und dass dann natürlich auch die, die ich auf diese Ausschreibung melden genau wissen woran sie sind.

00:24:19: Und was auch erwähnenswert ist heute Tage sind wir nicht nur der einzige europäische Stahlhersteller, der solche Produkte auf den Markt bringt.

00:24:26: das heißt also Die Gefahr jetzt einen Auszustiessen oder einen zu bevorzugen ist wenn man so ein Stalausschreibt auch geringer geworden.

00:24:35: Das heißt man kann das durchaus machen und das ist auch der Punkt wo wir hin müssen weil Die Nachfrage ist noch gering, aber das Angebot ist schon da und das müssen wir jetzt wieder ins Gleichgewicht bringen.

00:24:46: Ein guter Punkt an welcher Stelle werdet ihr denn also du von der Beratung zum Beispiel eingebunden?

00:24:52: Und woran fehlt es noch?

00:24:53: Weil Du hast ja gesagt Wir können das liefern Aber viel zu wenig Ausschreibungen finden bislang statt mit CO-Zweigerie.

00:25:02: Das gibt mehrere Punkte wo man das festmachen kann.

00:25:06: Der erste Punkt das ist natürlich das Wissen.

00:25:10: Also in den letzten vier, fünf Jahren wurde eben im CO² reduzierten Stahl und auch allgemein was die Baustoffe angeht sehr viel passiert.

00:25:19: Es gab EPDs es gibt nationale Vorgaben die gekommen sind und das ist noch nicht jedem bekannt weil so viele Punkte sind die auf einmal veröffentlicht worden sind.

00:25:31: und da ist dann auch meine Aufgabe Allgemein die Aufgabe von Stelligence, eben die Leute darüber zu informieren und sie mit der Hand zu nehmen.

00:25:43: Und sie darauf hinzuweisen wie man solchen Stahl ausschreibt und was auch die Vorteile davon sind.

00:25:50: Da werden wir auch schon vom zweiten Punkt Vorteile.

00:25:52: Es müssen auch Vorteile geschaffen werden für die, die es dann einsetzen.

00:25:57: Also das geht zum Beispiel über Schattenpreise wie in den Niederlanden, die damit arbeiten... damit auch die Generalunternehmende oder Stahlbauer, die solchen Stahl einsetzen in der Ausschreibung.

00:26:10: Dass sie natürlich dann auch was davon haben und es muss eine Win-Win Situation geschaffen werden.

00:26:16: Und da sind wir jetzt in den Anfängen...

00:26:21: Das heißt

00:26:21: du bist durchaus zufrieden mit der Entwicklung?

00:26:24: Die sich da jetzt auch die letzten Jahre sicher geben haben?

00:26:29: Oder was würdest Du denn nochmal sagen für Planungvergabe und auch im Denken von anderen Beteiligten, was du zusammen bündeln würdest.

00:26:40: Was wünschst du dir denn?

00:26:41: Drei Sachen damit es vorangehen kann!

00:26:43: Ja also drei Sachen.

00:26:44: Erster Punkt ist eben dass die Ausschreibungen vermehrt CO²-Reduzierten Stahl ausschreiben.

00:26:52: Und zweiter Punkt ist das was die Variantenuntersuchungen angeht, dass eben der CO² reduzierte Baustoffen Anfang an in das Projekt mit einbezogen wird, weil man da natürlich den größten Vorteil herausziehen kann.

00:27:06: Wenn man das mit einem Projekt dann versucht einzubinden ist es relativ kompliziert und dann wird es sich meistens nicht strechen.

00:27:14: Und eben der dritte Punkt ist die ganzheitliche Betrachtung.

00:27:19: also die Brücke ist nicht nur das was man sieht sondern auch was in der Erde liegt nämlich die Unterbauten und ich glaube da treffe ich vielleicht auch etwas vor.

00:27:29: aber die Möglichkeit eben für den Brückenbau, für den Überbau und den Unterbau eben CO²-reduzierte Produkte zu beziehen.

00:27:41: Die haben wir auf Lager, die sind verfügbar und ich glaube das ist auch eine Nachricht, die wir nach außen senden müssen und wo wir aufklären müssen also CO² reduzierter Stahl, dass es nicht mehr Das Mauerblümchen, was es mal war.

00:27:58: Da kommt jetzt immer mehr vermehrt die Nachfrage.

00:28:02: Dahingehend bin ich schon mal mit der Einsicht das was passieren muss damit bin ich sehr zufrieden.

00:28:08: Es könnte natürlich jetzt schneller gehen.

00:28:09: Das muss man natürlich sagen.

00:28:10: aber steller wo ist es immer.

00:28:13: Ja können wir ganz viel dagen dazu Aber wir müssen's natürlich auch irgendwie begrenzen.

00:28:20: Vielen Dank dir tatsächlich schönes Schlusswort mit dem Mauer Blümchen.

00:28:25: Es ist längst kein Mauerblümchen mehr, hat angefangen zu blühen und wie du sagst es kann immer noch schneller gehen.

00:28:31: Und daran wird ja auch gearbeitet.

00:28:33: also Plasse für den Einblick.

00:28:35: danke dir!

00:28:36: Ja und ich würde einfach noch diesen schönen Satz über Brücken sagen und Brücken verbinden und gute Entscheidungen tragen oft über Jahrzehnte und ich glaube das wünschen wir uns doch

00:28:48: absolut.

00:28:49: Danke dir Jens,

00:28:50: so zustimmen

00:28:52: Und Mike nochmal und in der nächsten Folge sprechen wir über hochfeste Stähler.

00:28:56: Bis dahin,

00:28:58: bin rümmig!

00:28:59: Gleichfalls,

00:29:00: ciao!

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